Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

OrtPotsdam
Jahr2021
Fläche320qm
ObjekttypCommercial

Das heutige Potsdam Institut für Klimafolgenforschung befindet sich mit seinem Hauptgebäude A31 im ehemaligen astrophysikalischen Observatorium, dem sogenannten Michelson- Haus auf dem Telegrafenberg in Potsdam. An der höchsten Stelle des Telegrafenberges gelegen, war es einst das Herzstück der königlich-wissenschaftlichen Observatorien- das 1879 fertig gestellte, erste astrophysikalische Observatorium der Welt. Aus historischer Sicht ist das Gebäude vor allem berühmt durch einen seiner Direktoren, den Astronomen und Physiker Karl Schwarzschild. Das Gebäude und Teile des Innenraumes stehen unter Denkmalschutz. Im Herbst 2001 bezog das PIK das Gebäude. Es untersucht wissenschaftlich relevante Fragen in den Bereichen Klimawirkung und nachhaltige Entwicklung. Dieses globale Thema stößt auf das Interesse vieler, auch prominenter Regenten, Klimaschützer etc. Es gab bisher keine Möglichkeit, diese in einem geeigneten Rahmen zu empfangen, um in entsprechenden Austausch zu kommen. AUFGABENSTELLUNG: Der gesamte Eingangsbereich wurde bisher nicht genutzt und sollte hier zu einer kleinen temporär nutzbaren Cafeteria umgestaltet werden. Das neue Direktorenteam, eine Doppelspitze sollte im ehemaligen „Schwarzschild“-Raum gemeinsam untergebracht werden. Die Decke weist historisch erhaltenswerte Bemalungen auf. Außerdem sollten 2 Konferenzräume neu gestaltet und auf den technisch neuesten Stand gebracht werden. Das Sekretariat sollte erweitert werden und in seiner Funktionalität deutlich erhöht werden. In den Seitenflügeln sollte es Aufenthaltszonen und Loungebereiche geben, für formelle und informelle Treffen. Eine neue Mitarbeiterküche und eine abgeschlossene Cateringküche für den Cateringbetrieb der temporär nutzbaren Cafeteria sollte ebenso neu entstehen. In der ersten Etage sollte außerdem ein bisher schlecht genutzter Bereich ebenfalls als Raum mit Loungebereich gestaltet werden. ZIEL: Unter Berücksichtigung der Anforderungen des Denkmalschutzes sollte der Entwurf besonders an den Anforderungen eines zirkulären Bauprozesses im Sinne der Nachhaltigkeit gemessen werden. Nachhaltigkeit wurde hier im Sinne der verwendeten Produkte ( Einsatz von z.B. Linoleum, Cradle- to Cradle Produkten etc) als Grundlage angesehen. Ein zweiter ebenfalls wichtiger Punkt der Nachhaltigkeit ist jedoch auch, wie lange die Nutzungsdauer ist. Kurzlebige Trends sind nicht im Sinne einer nachhaltigen Planung. Akustisch wirksame Oberflächen, eine präzise Planung, gerade dieser hohen, aber kleinen Räume, die über eine einfache Büromöblierung weit hinausgehen, tragen zum Wohlfühlcharakter bei. So kommen im Vorstandsbüro, im Sekretariat und in den Konferenzräumen speziell entworfene Akustikpaneele zum Einsatz, die gleichzeitig durch z.T. indirekte Beleuchtung fast wie Kunstwerke wirken. Wir verbringen heute sehr viel Zeit in den Büroräumen, umso wichtiger ist es, dass wir uns dort wohlfühlen. Ziel erreicht, die Benutzer sind sehr zufrieden.

Leistungen

  • Farb- und Materialplanung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung, Ausschreibung, Prüfen und Werten der Angebote, baukünstlerische Überwachung ( LPH 1-7)
  • Lichtkonzept und Akustikkonzeption
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung für die Küchen und alle individuell hergestellten Möbel
  • Raumausstattung, Mobiliar, Leuchtenauswahl