Alte Schankhalle Pfefferberg

Stadt:Berlin - Prenzlauer Berg

Jahr:2012-2013

Grundfläche:120qm

  • Farb- und Materialvorschläge
  • Grundrissplanung für die Schankhalle
  • Entwurfsplanung für Metallwindfang

Seit 1844 gibt es eine Brauerei auf dem Pfefferberg, nach dem Krieg, war davon nur noch eine Ruine übrig. Doch der Prenzlauer Berg, bekannt auch als Szene-Kiez zog gerade dort auch immer wieder Publikum für unterschiedliche Veranstaltungen an. Die „Woesner- Brüder“ inszenierten dort zahlreiche erfolgreiche Freilufttheateraufführungen als Drehbuchautoren und Schauspieler und es entstand der Wunsch, dort wieder einen Ort als Brauerei mit Schankhalle, Theater und multifunktionalen Räumen zu errichten. Gemeinsam mit der VIA, einem gemeinnützigen Trägerverein, der das Projekt als Inklusionsprojekt betreiben wollte, wurde ein Konzept entwickelt. Speziell für die Schankhalle, wurden neben der Grundrissentwicklung  zahlreiche Farb- und Materialmuster angelegt, um die Räumlichkeiten nicht „neu“ aussehen zu lassen. Das zieht sich als Thema bis zu den Wandfliesen in den Toiletten durch. Es gibt hier zahlreiche Details, an denen gemeinsam mit den Betreibern gearbeitet wurde, um eine interessante und spannende Mischung von Alt und Neu zu schaffen und damit dem Ort gerecht zu werden.
Die zwei Multifunktionsräume, die vor allem als Seminarräume und für Tanzveranstaltungen genutzt werden, geben sich etwas moderner.

 

Die zwei Multifunktionsräume, die vor allem als Seminarräume, für  Tanzveranstaltungen und Familienfeiern genutzt werden, geben sich etwas moderner. Mit ihren 130 qm Nutzfläche bieten sie Bestuhlungsvarianten für bis zu 120 Personen.

Stiftung Wissenschaft und Politik

Stadt:Berlin - Charlottenburg

Jahr:2009

Grundfläche:95qm

  • Farb- und Materialplanung
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung für den ehemaligen Turnraum
  • Lichtplanung mit integrierter Akustikdecke
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung für Einbauschränke neben den vorhandenen Türen und Heizkörperverkleidung
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung für individuell angefertigten Konferenztisch
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung Garderobe
  • Planung Teeküchen
  • Raumausstattung, Mobiliar

Das Gebäude, in dem die Stiftung Wissenschaft und Politik ihren Sitz hat, ist ein sehr prächtiger Bau am Ludwig- Kirch- Platz. Im weniger repräsentativen Bereich befindet sich ein einfacher Raum, der als Turnraum genutzt wurde. Seine Proportionen waren für eine Standardmöblierung ungünstig, da er sehr schmal und lang ist, außerdem durch seine Lage, nicht viel Licht erhält. Die Vorgabe des AG bestand darin, aus diesem schlichten Raum einen repräsentativen Besprechungsraum für 22 Teilnehmer zu entwickeln. Die typischen Konferenztischmöblierungen funktionierten in diesem nur 4,75 m, aber 12,34 m langen Raum nicht, so dass wir einen Spezialtisch entwickelt haben, der mit hell lasierter Eichenholzfurnieroberfläche alle Module für einen modernen Konferenztisch aufnimmt. Die Zuleitungen wurden „unsichtbar“ über die speziell angefertigten Beine und darunterliegenden Bodentanks geführt.  Der alte PVC- Boden wurde entfernt und hochwertiges Eichenparkett verlegt.

Um den Raum optisch etwas zu stauchen und um Stauraum zu gewinnen, erhielten die vorhandenen Gründerzeittüren einen etwas dunkleren Farbton. Die schmale Wand wurde ebenfalls mit dieser gründerzeitlichen Einteilung belegt, allerdings gleichzeitig um Stauraum aufzunehmen, u.a. ist im oberen Bereich der Beamer für die gegenüberliegende Wand integriert. Da es sich insgesamt um schallharte Oberflächen handelt und der Lichteinfall ungünstig ist, wurde ein Deckenspiegel entwickelt mit höherliegender Akustikdecke, indirektem Licht und zusätzlichen Einbauleuchten, obwohl die Raumhöhe dort nicht großzügig war. Die Fensterwand wurde aufgewertet, indem passend zum Gesamtkonzept Heizkörperverkleidungen entworfen und gebaut wurden. Die einfachen Fenstergriffe wurden gegen hochwertige Griffe von Tecnoline (Walter Gropius) getauscht und passend zum Farbkonzept Raffrollos angefertigt. Der Raum fügt sich nun ganz selbstverständlich in das Raumgefüge des Gebäudes ein, als wäre er schon immer so repräsentativ gewesen.